Appletree Tech Talk: Das richtige Volumen zum Wingfoilen

Appletree Tech Talk: Das richtige Volumen zum Wingfoilen

Wir haben bei Appletree nach Tipps gefragt, wie man das richtige Board-Volumen für sein Wing Foiling Board wählt.

Dies ist ein etwas kontroverses Thema und viele Meinungen dazu, aber vielleicht können dir die Ratschläge vom´n Appletree-Gründer Wieger Buurma als Anhaltspunkte zur Wahl deines perfekten Wingboards nützlich sein. Kai Steimer hat sich mit ihm unterhalten.

Welche Maße sind wichtig bei der Auswahl eines Boards für das Wingfoilen?

Bei der Auswahl eines Boards für das Wingfoilen geht es vor allem um das Volumen. Denn das Volumen ist das Wichtigste, was dich in Schwung bringt, und der Shape des Boards sollte gut auf dieses Grundvolumen abgestimmt sein.

Welche Indikatoren gibt es für die Auswahl des richtigen Board-Volumens zum Wingfoilen?

Es gibt 3 sehr wichtige Parameter, die man im Auge haben sollte:

1. Einsatzbereich

Was willst du von deinem Board? Willst du ein Brett haben, das du bei superleichtem Wind fahren kannst? Willst du ein Board haben, das du in großen Wellen oder beim Freestyle fahren kannst oder möchtest du einfach nur Freeriden und Cruisen? Diese Betrachtung hat einen großen Einfluss auf Art und Volumen des Boards, nach dem du suchst.

2. Fahrergewicht

Ein Fahrer mit geringerem Gewicht kann immer ein Board mit geringerem Volumen wählen, während ein schwerer Fahrer zu einem größeren Board tendiert.

3. Fahrkönnen

Je sicherer und besser du foilst, desto kleiner kann dein Board sein. Ganz einfach.

Was sind die Vorteile eines Boards mit wirklich geringem Volumen?

Die erste Frage, die man sich stellen muss, ist, ob man ein wirklich kleines Board fahren möchte. Was sind die Vorteile eines Boards mit wirklich geringem Volumen wie zum Beispiel ein 35-Liter-Board? Es ist kürzer, es ist leichter und es ist einfacher zu manövrieren. Je kürzer das Board ist und je weniger Schwungmasse es hat, desto einfacher ist es, das Foil zu kontrollieren. Wenn du ein richtig schweres Board mit über hundert Litern Volumen nimmst, wird alles langsamer werden. Es fühlt sich an, als würdest du ein größeres Foil fahren, als du tatsächlich fährst. Wenn du das gleiche Foil auf einem viel leichteren Board fährst, ist es viel looser und es fühlt sich auch fast so an, als hätte man ein anderes Foil unter sich.

Was ist der Nachteil, wenn man ein Brett mit geringem Volumen fährt?

Der große Nachteil eines kleineren Boards ist natürlich, dass es sehr schwer sein kann, den Take Off zu meistern und in Fahrt zu kommen. Mit geringem Volumen drückt man das Board mit seinem Körpergewicht unter Wasser. Man braucht etwas mehr Wind, um es an die Oberfläche zu bekommen. Es ist also definitiv nicht so, dass das kleinstmögliche Board immer die beste Wahl ist - vor allem wenn man auf einem See fährt und nicht auf dem Meer. Böige Winde sprechen als ebenfalls eher für ein etwas größeres Board.

Was ist das ideale Board-Volumen für einen 75 kg-Fahrer?

Appletree Wingboards beginnen bei 110 Litern. Andere Marken haben größere Boards, aber für Appletree fokussiert sich nicht auf höhere Volumina. Wir konzentrieren uns auf die Herstellung von High-Performance-Boards und sind die Meinung, dass 110 Liter so ziemlich das Maximum ist, das man jemals brauchen wird. Außerdem wird das Boardgewicht einfach zu hoch, wenn man das Volumen über 110 L erhöht. Sagen wir, du bist ein 75 Kilogramm Fahrer, du willst Freeriden, hast meist mittelstarken Wind haben und bist eher seltener beim Freestyle oder in der Welle. Wir raten grundsätzlich dazu, etwas über das eigene Körpergewicht hinauszugehen, um das richtige Volumen für Wing Foiling zu finden. Also 15 bis 25 Liter mehr als dein Körpergewicht. Für einen 75 Kilogramm schweren Fahrer bedeutet das also 100 Liter als Maximum. Die minimale Boardgröße sollte etwa deinem Körpergewicht entsprechen. 75 Liter Board-Volumen bei 75 Kilogramm schweren Fahrer ist also eine ideale Boardgröße.

Hast du noch einen guten Tipp für die Wahl des richtigen Volumens zum Wing Foiling?

Ja, es gibt noch etwas, das du bei der Wahl deines Boards beachten solltest. Wenn du ein Board wählst, dessen Volumen genau deinem Gewicht entspricht (also z. B. 75 Kilogramm Körpergewicht und ein 75 Liter-Board), hast du das Problem, dass das Board genau auf der Wasseroberfläche schwebt, wenn du in die Knie gehst oder das Board startest. Und an diesem Punkt wirkt sich der Chop (kleine Wellen) ziemlich stark aus und beeinträchtigt die Stabilität. Ein Board mit etwas kleinerem Volumen als dein entsprechendes Körpergewicht sinkt leicht unter die Oberfläche ab - du hast weniger Probleme mit der Wellenbewegung. Alternativ wählst du ein Board dessen Volumen etwas über deinem Gewicht liegt, weil du dann leicht auf der Wasseroberfläche schwimmst. Das macht auch den Take Off bei Kabbelwellen leichter.

Wie wirkt sich ein geringes Board-Volumen auf die Eigenschaften bei Schwachwind aus?

Wenn du ein Foilboard mit Volumen unterhalb deines Körpergewichts fährst, verlierst du etwas an Schwachwindqualitäten. Es sollte dir auf jeden Fall bewusst sein, dass du mehr Power brauchst. Du musst also entweder einen größeren Wing wählen oder länger auf eine Böe warten, bevor du wieder starten kannst. Nach einem Drop musst du das Foilboard erst einmal an die Wasseroberfläche bringen - und das erfordert ein bisschen mehr Vortrieb deines Wings. Das macht das ganze Fahrgefühl viel angenehmer, aber du verlierst ein wenig an Komfort im unteren Windbereich.

Braucht man wirklich mehr als ein Brett?

Irgendwann sollte man darüber nachdenken, ein zusätzliches Board zu kaufen. Ich weiß, dass du das von uns als Boardhersteller nicht hören möchtest, aber irgendwann brauchst du ein Board für Schwachwindbedingungen, mit dem du einfach nur Cruises kannst, und eines für Wellen und stärkeren Wind, da ein kleineres Board in solchen Bedingungen deutlich agiler ist und dich in deiner Lernkurve schneller voran bringt.

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